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Ergosign
01.07.2020

› Best-Practise Ergosign:
Software-Unternehmen Ergosign entwickelt für Unternehmen kostenlose und datengeschützte Tracking App

Ursprünglich für den firmeneigenen Gebrauch hat die Saarbrücker Ergosign GmbH eine Corona Tracking App entwickelt, die sicherstellt, dass Bürokapazitäten aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht überschritten werden. Ergosign stellt die App kostenlos allen interessierten Unternehmen zur Verfügung.

Die App „xDesk“ ermöglicht Beschäftigten das Buchen von Büroräumen von zuhause aus und das Einchecken im Büro. Damit gibt sie Planungssicherheit für die Arbeit im Office: Mitarbeiter wissen vorab genau, dass ein Arbeitsplatz für sie reserviert ist. Geschäftsführung und Verantwortliche können verhindern, dass die Maximalkapazitäten eines Standortes oder einzelner Büros überschritten werden und ermöglichen zeitgleich eine sehr effiziente Nutzung der aktuell reduzierten Bürokapazitäten.

Das Einchecken im Büro ist denkbar einfach: es genügt den an jeder Bürotür angebrachten QR-Code zu scannen und die App zeigt sofort an, ob man in diesem Büro arbeiten kann.

Weiterer Vorteil: Im Falle einer betriebsinternen Infektion können umgehend alle potenziell betroffenen Kolleginnen und Kollegen informiert werden. Die Daten werden ausschließlich für den relevanten Zeitraum gespeichert, um gegebenenfalls die Infektionsketten unterbrechen zu können. Sie sind im Umfang so reduziert, dass sich damit in keinster Weise Schlussfolgerungen beispielsweise zur Arbeitsweise ableiten ließen. Die Software ist so programmiert, dass sie flexibel und einfach auf die jeweilige Bürosituation angepasst werden kann.

App „xDesk“ von Ergosign

Kiehn
24.06.2020

› Best-Practise Buchmesse Saar:
Virtuell noch erfolgreicher als physisch- Umfangreiche Pläne für 2021

Von diesem Riesen-Erfolg hätten die Organisatoren der Buchmesse Saar noch nicht mal zu träumen gewagt. Was als „Notlösung“ wegen Corona begann, wurde zum Bestseller der Buchszene, bundesweit begeistert von Lesern, Buchhandlungen und Verlagen angenommen und bereits diskutiert bzw. von Experten der Branche analysiert. Keine Frage, mit diesem innovativen Format der Buchmesse Saar ist diese mit einem Schlag ein äußerst gefragter Kooperationspartner zahlreicher bundesweiter Akteure, die derzeit auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, die Buchbranche, die es sowieso schwer hat, modern und attraktiv weiterzuentwickeln.

Veranstalter Benjamin Kiehn: „Wir haben mit der Buchmesse Saar im ersten Versuch eine wirklich gigantische Resonanz erzeugt“

Aber von Anfang an, was war passiert? Wegen Corona war schnell klar, eine Großveranstaltung, wie die Buchmesse Saar, kann nicht wie geplant stattfinden. Die findigen Veranstalter Karsten Wolter, Diana Wolter und Benjamin Kiehn planten um. Von live auf virtuell und kostenfrei. 90 Lesungen, Diskussionsrunden, Talks und Workshops. Drei Tage, 30 Stunden Programm mit 36 Liveveranstaltungen, ergänzt durch 50 vorproduzierte Veranstaltungen. „Wir haben mit der Buchmesse Saar im ersten Versuch eine wirklich gigantische Resonanz erzeugt“, freut sich Benjamin Kiehn. Die Zahlen überzeugen: „400.000 Mal wurden unsere sozialen Kanäle erreicht, 180.000 Interessierte haben unsere Angebote genutzt und 72.000 Menschen haben sich interaktiv beteiligt“. Wahrlich sehr beeindruckend.

Teilnehmer aus der ganzen Welt

Die Buchmesse Saar war in ihrer virtuellen Variante wohl noch erfolgreicher als es eine physische Messe hätte sein können. Insbesondere die damit verbundene Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit seien die Erfolgsgaranten für die Messe gewesen, vermutet Kiehn. Das sehr üppige Leseprogramm wurde und werde auch jetzt sehr stark angenommen. Einzelne Lesungen wurden bereits 10.000 Mal bis zum Ende geschaut. Die Messe 2020 kann noch bis Oktober im Internet verfolgt werden. Moderne Analysetools der sozialen Medien zeigen das ganze Ausmaß: Weltweit schalteten sich Leserinnen und Leser dazu. Sogar aus Australien, Asien und Kanada waren welche dabei. „Auch der Zuspruch der Verlage ist großartig und das Feedback der Autorinnen und Autoren durchweg positiv“. Eine große Herausforderung war sicherlich die Technik. Das hat geklappt. Kein technischer Ausfall und die Teilnahme mit allen möglichen Endgeräten konnte garantiert werden.

Hybridmesse vom 18.- 20. Juni 2021

Wie geht es weiter? Die Veranstalter sind sich einig, die Messe auch 2021 virtuell anzubieten. Noch größer und mit mehr regionalen Buchhandlungen als Kooperationspartnern. Denkbar ist auch eine sogenannte Hybridmesse, die virtuell und real stattfinden wird. „Durch die Einbindung des örtlichen Handels soll über das gesamte Saarland eine Hybridmesse ausgerollt werden. Dies bedeutet, dass Menschen auch Bücher beim „kleinen“ Messebesuch kaufen können. Und auch Lesungen in kleinem Rahmen besuchen können“, so die Veranstalter. Gleichzeitig soll die Buchmesse Saar internationalisiert werden. Nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“. „Wir möchten nach dem hohen internationalen Zuspruch zukünftig auch Autorinnen und Autoren aus dem Ausland virtuell einladen und einbinden“.

Buchmesse-Talks und Themenportale

Und Benjamin Kiehn geht noch weiter: Die Buchmesse Saar werde institutionalisiert werden. Dies bedeute regelmäßigen Content über die Messekanäle. „Diese "Buchmesse-Talks" sind für die Verlage und alle sonstigen „Buchmenschen“ kostenlos, auch für Autorinnen und Autoren. Bei Interesse an der Teilnahme an einer solchen virtuellen Gesprächsrunde gerne eine kurze Mail an karsten.wolter@buchmesse-saar.de. Themenportale wie beispielsweise Kinderbücher werden zukünftig den Zugriff zu erleichtern. Kinderbuchlesungen können dann auch von Kindern und Jugendlichen moderiert werden.

Einbindung von Schulen

Auch Schulen sollen integriert werden. Vier Wochen vor der Buchmesse können sogenannte Bildungsstreams genutzt werden, um gezielt Inhalte bundesweit in Schulen zu streamen. Immer nach Lehrplaninhalten und Altersgruppen gestaffelt und mit internationalen Autorinnen und Autoren besetzt. Workshops sind so ebenfalls möglich.

Partizipation unbedingt erwünscht

Das Event "Virtuelle Buchmesse Saar" selbst wird von drei auf sieben Tage gestreckt, mit stetig wachsender Programmdichte. Die größte Programmdichte und echtes "Messefeeling" gibt es dann in der Kernzeit vom 18. - 20. Juni 2021. Essentiell für die Organisatoren: „Wir wollen Partizipation! Wir werden einen Beirat einrichten, an dem sich die Verlage, Autorinnen und Autoren, so wie Buchmenschen im Allgemeinen beteiligen können, um die Buchmesse Saar weiter zu entwickeln“. Und eine gute Nachricht zum Schluss: Die Buchmesse Saar bleibt ein kostenloses Angebot für alle BesucherInnen. Zurzeit erarbeiten die Organisatoren einen Angebotskatalog mit verschiedenen Paketen, die es allen TeilnehmerInnen, egal ob Verlag, AutorIn oder DienstleisterIn ermöglichen werden, den eigenen Messe-Auftritt ganz individuell zu gestalten. Weitere Informationen dazu werden im Juli verschickt. Dann kann virtuelle Standfläche gebucht werden und die Bewerbung zur Teilnahme an den verschiedenen Lesungs- sowie Veranstaltungsschienen sind möglich.